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Unterstützung des Einspruches gegen das Patent auf Lachse

Tiere sind keine Erfindung der Futtermittelindustrie!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Stoppt das Lachspatentich wende mich gegen die Erteilung des Patents EP1965658, in dem Fischfutter, die Haltung von Lachsen, die Lachse selbst sowie das von ihnen stammende Fischöl als Erfindung beansprucht werden. Die angebliche Erfindung besteht darin, dass spezielles Futter an die Fische verabreicht wird, um die Konzentration an Omega-3-Fettsäuren in Produkten wie Fischöl zu steigern. Die Futtermittel können laut Patentschrift sowohl aus konventioneller Züchtung stammen oder auch gentechnisch verändert sein. Das Patent muss insbesondere aus folgenden Gründen widerrufen werden:

  • Das Patent ist nicht erfinderisch. Wenn Tiere zur Erfindung werden, nur weil sie bestimmte Futtermittel fressen, werden bald auch Kühe und Schweine patentiert, die auf der Weide gehalten werden. Derartige Patente werden die Landwirtschaft sehr direkt betreffen. Bauern und BäuerInnen dürften dann ohne Erlaubnis des Patentinhabers keine Kuh melken, kein Schwein schlachten und kein Hühnerei verkaufen.
  • Das Patent ist nicht neu. Es ist bekannt, dass beispielsweise die Milch von Kühen, die auf der Weide gehalten werden, einen höheren Gehalt an jenen Fettsäuren aufweist, wie sie auch im Patent beschrieben werden. Es ist daher nicht erstaunlich, dass Veränderungen in der Zusammensetzung von Tierfutter auch die Zusammensetzung der Lebensmittel beeinflusst, die von diesen Tieren gewonnen werden.
  • Das Patent verstößt gegen Artikel 53b des EPÜ, der Patente auf Tierarten sowie auf die konventionelle Züchtung von Tieren verbietet. Demnach dürfen Tierarten wie Lachse nicht patentiert werden. Auch die Futtermittel aus konventioneller Züchtung sind nicht patentierbar.
  • Das Patent verstößt auch gegen Artikel 53a des EPÜ, das Patente verbietet, deren Verwertung gegen grundlegende ethische Werte verstößt. Werden Nutztiere patentiert, ist zu befürchten, dass der Tierschutz unter den Gewinninteressen der Konzerne leidet, die innerhalb der Laufzeit der Patente maximalen Profit herausholen wollen.

Ich fordere Sie auf, das Patent zu widerrufen, die bestehenden Verbote zu beachten und grundsätzlich keine Patente auf Pflanzen und Tiere zu erteilen.

Die Unterstützung des Einspruchs kann bis 20.Juni 2019 übermittelt werden. Sie können Ihre Unterschrift auch per Post schicken. Verwenden Sie dafür bitte das pdf-Formular weiter unten.

Organisationen, die den Einspruch unterstützen möchten, bitten wir eine Email an johanna.eckhardt@no-patents-on-seeds.org zu schicken, in der Sie die Unterstützung des Einspruchs von Ihrer Organisation bestätigen.

Weitere Informationen zum Lachspatent finden Sie hier.

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Formular Unterstützung des Einspruchs